Samstag, 14. Juli 2012

Zur Abwechslung ein baiowarischer Württemberger


Es ist mal wieder Zeit für einen weiteren Bericht. Ist ja schon eine Weile her. Bei der diesjährigen Bodenseewein Messe im Dornier Museum zu Friedrichshafen ist mir das erste mal ein Weingut vom bayrischen Teil des Bodensees aufgefallen, dass ich bis dahin überhaupt nicht kannte. Da kurioserweise der relativ kurze bayrische Teil des Bodensees ebenfalls zum Weinanbaugebiet Württemberg gehört haben auch Weine von dort eine Existenzberechtigung [auch ich bin Menschenfreund und gebe sogar Bayern ein Platz an der Sonne ;-)] in meinem spärlichen ausgebauten Blog.

Weingut Schmid / Wasserburg, Weissburgunder Wasserburger Weinhalde 2010
12 %, verkostet am 12.07.2012

Wie die meisten Weingüter am Bodensee pflegt auch das bodenständige Weingut Schmidt in Wasserburg eine innige Beziehung zum Müller-Thurgau, Weißburgunder und Grauburgunder. Aber auch Spätburgunder und Zweigelt (!) werden kultiviert. Die weissen Bodenseeklassiker werden zum einen in der herkömmlichen leichten und fruchtbetonten Variante angeboten, aber auch teilweise mit intensiviertem Holzfassausbau verwöhnt. Da mich die klassischen Weiß- und Grauburgunder von 2011 bei der Weinmesse durchaus beeindruckten, musste ich mir etwas für eine ausführlichere Verkostung besorgen. Leider spielte das Schicksal nicht mit und ich musste mich mit der Version von 2010 abfinden. Der 2011er sollte von mir in näherer Zukunft nachgeholt werden. Nun gut, nach so viel gehaltlosem Gerede meinerseits sollte ich noch kurz etwas zum verkosteten Wein schreiben:



Wie schon erwähnt handelt es sich beim Weißburgunder von der Wasserburger Weinhalde im Ortsteil Hattnau um einen leichten und fruchtigen Vertreter seiner Gattung. Die Farbe war erstaunlich hell-gelb bis fast schon leicht grünlich. Der Duft zeigte filigrane Noten von jungen Zitronen, etwas Honig und einer leichten Prägung von süßlichen Gewürzen. Der Geschmack war sehr frisch, ziemlich säurebetont (typisch 2010, auch am B-See), leider im Vergleich zum 2011er etwas schwach strukturiert und dennoch sehr zufrieden stellend. Der Wein erschien im sehr ehrlich und präzise. Die Fruchtaromen deckten sich mit den Geruchseindrücken. Letztendlich ein leichter und frischer Sommerwein, der nicht all zu lange aufbewahrt werden sollte. Absoluter Bodenseeklassiker!

Nebenbei bemerkt, in das Weinforum habe ich einen kleinen Kurzbericht zur Bodenseeweinmesse verfasst!

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